Astrid Sänger
Über den Ton und mich

Seit 2002 bin ich selbständige Keramikerin im Burgenland.
Mein Themenbereich ist figurale Keramik, die ich an verschiedenen internationalen Keramikmärkten und in einigen Galerien ausstelle.

Meine keramische Laufbahn begann ich 1990, zunächst autodidaktisch und mit Unterricht an diversen Workshops (Mag.Otakar Sliva, Gustav Weiss, Mani Tille,..)
2000 schloß ich die Fachschule für Keramik und Ofenbau, Stoob, ab und arbeitete mehrere Monate in der Töpferei Winter-Andres in Bayern (Deutschland) an der Töpferscheibe und in Saigon (Vietnam) als Herstellerin neuer Modelle für Gartenkeramik und Dekoration für den Wohnbereich.

Nach dieser Projektzeit kehrte ich zum Modellieren von Einzelstücken zurück, die meiner Phantasie entspringen.
Mit dem Material Ton kann ich leicht in eine Art Zwiegespräch kommen; einerseits läßt es sich meinen Wünschen entsprechend formen, andererseits führt es mich auch während der Arbeit in eine gewisse Richtung. Es entstehen Figuren aus der Tier- und Menschenwelt aus einem außergewöhnlichen Blickwinkel.

Es kommt mir nicht in erster Linie auf Ästhetik an sondern auf die Wirkung der Figur auf ihren Betrachter. Mich interessiert die perspektivische Verzerrung und die damit verbundene Bedeutungsänderung.

Mit den Großfüssigen, deren lange Beine nach oben dünner werden, wird oft Jugendlichkeit und das schnelle Wachstum in der Pubertät assoziiert. Jedenfalls aber haben sie eine gute "Erdung".
Die Figuren sollen durch ihren Symbolgehalt nachdenklich stimmen oder einfach spaßmachen.